Gemeinsam sind wir stark, getreu diesem Motto hat man sich beim SV Seedorf und FC Dunningen entschlossen, eine Kooperation zwischen beiden Jugendabteilungen ins Leben zu rufen. Im Sportheim des SV Seedorf wurde das Konzept in dieser Woche vorgestellt. Eingeladen waren dazu auch die Eltern der jeweiligen Nachwuchskicker. Die Resonanz hätte durchaus besser sein können, dennoch ließ sich Udo Leopold, Jugendtrainer des SV Seedorf, nicht entmutigen. "Ich habe mit noch wenigern gerechnet", dass aller Anfang schwer sei. "Wir müssen mit Mosaiksteinchen anfangen, dann ergibt es ein Bild", so Leopold und betonte: "Dazu brauchen wir aber auch die Eltern der Jugendspieler."
Bei der Vorstellung des Konzeptes machte er deutlich: "Wir wollen mit der Spielgemeinschaft zwischen beiden Vereinen etwas bewegen" und erläuterte einige wichtige Punkte. Das Konzept solle langfristig angelegt und vom jeweiligen Gesamtvorstand der beiden Vereine abgesegnet werden. Eine Grundvoraussetzung sei es, so Leopold, dass die Verantwortlichen sowie die Eltern und Spieler hinter dem Konzept stehen und es unterstützen. "Insbesondere die Trainer und Betreuer der Jugendabteilungen. Die wichtigste Anforderung an das Ausbildungskonzept ist, dass alle Spieler von Beginn bis zum Ende ihrer Laufbahn durchgehend begleitet werden", so Udo Leopold.
Als nicht unerheblichen "Nebeneffekt", der nicht außer Acht gelassen werden sollte, verspreche man sich: Gut ausgebildete Juniorenspieler können Nachwuchstrainer von morgen sein. "Jugendtrainer sind prägende Personen für die Nachwuchsspieler, sie müssen viel mehr leisten als ein Aktiventrainer, der eher eine begleitende Rolle hat", zeigte Leopold auf. Zum sportlichen Konzept gehöre auch, dass Jugendtrainer eine Qualität haben, wenn sie entsprechende Fortbildungen wahrnehmen. "Wir brauchen starke Persönlichkeiten, die Verantwortung übernehmen", betonte Udo Leopold in seinem Vortrag. Es sei wichtig, dass Jugendtrainer den jungen Menschen vorleben sollen, was von ihnen erwartet werde. Auch sei man sich bewusst, dass die Vereine soziale und erzieherische Aufgaben übernommen haben. Ohne Regeln könne jedoch auch eine soziale Gemeinschaft wie ein Verein nicht funktionieren oder gar erfolgreich sein. Daher betonte Leopold: "ist zur Umsetzung ein schlüssiges Konzept notwendig, in dem die gemeinsamen Leitlinien und Verhaltensregeln festgeschrieben sind." Dies gelte auch für die Eltern der Jugendspieler, die vor allem am Spielfeldrand ihrer Vorbildfunktion gerecht werden sollen. Ziel der Kooperation zwischen den Jugendabteilungen des SV Seedorf und FC Dunningen , die zusammen über 160 Nachwuchskicker haben, sei es, neben den sportlichen auch pädagogischen Aufgaben zu erfüllen. "Unsere Jugendlichen sollen zu Persönlichkeiten heranwachsen und Probleme mit Mut und Lebensfreude angehen, für Werte wie Ehrlichkeit und Toleranz eintreten", heißt es in der Konzeptvorlage beider Vereine, die alle Eltern und Spieler mitbekamen.
[Bericht: Jürgen Schleeh Schwarzwälder Bote]